Leonard Salan eilt von Sieg zu Sieg, das hat er auch seiner Tauchphase zu verdanken. Jetzt träumt der 14-Jährige vom ganz großen Coup.
Menschen, die Mathematik mögen, gelten als logisch und strukturiert. Sie tüfteln gern an Rätseln und kniffligen Aufgaben. Und natürlich lieben sie Zahlen. Das tut auch Leonard Salan. Neben seinem Lieblingsschulfach Mathe hängt sein Herz vor allem aber auch am Schwimmen. Und das macht der 14-Jährige besonders gut, der Schüler pflügt gekonnt durchs Wasser und schlägt oft als Erster an.
Im Juni durfte Leonard bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften gleich fünfmal auf das oberste Treppchen des Siegerpodests steigen: Er gewann über 200 Meter Schmetterling, 200 und 400 m Lagen sowie über 400 m und 1500 m Freistil. Dafür wurde er jetzt als Nachwuchssportler des Monats August ausgezeichnet.
Seine Erfolge brachten ihm zudem die Nominierung für das Nationalteam des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) ein, mit dem er dann Mitte Juli beim Central European Countries Junior Meeting (CECJM), einem internationalen Vergleichswettkampf, Platz zwei in der Nationen-Trophy belegte.
Seine Spezialität ist die Tauchphase unter Wasser
„Das war mein erster internationaler Wettkampf“, sagt Leonard. Geht es nach ihm, dürfen gern schon bald weitere Auftritte folgen. Da überrascht es nicht, dass die Olympischen Spiele sein großes Ziel sind. 2032 in Brisbane (Australien) auf jeden Fall. Vielleicht sogar schon 2028 in Los Angeles (USA). „Wenn das klappt, wäre das super“, sagt er, „am besten so früh wie möglich.“
Eine Spezialität des Berliner Schülers ist die Tauchphase unter Wasser. Also nach Start und Wende. „Unter Wasser ist man ja schneller als darüber“, erklärt Leonard Salan, der sich vor den Starts meist keinen Stress macht. „Entweder es klappt, oder es geht in die Hose“, sagt er.
Leonard Salan trainiert neunmal pro Woche
Neunmal pro Woche trainiert er, morgens vor dem Unterricht am Sport- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) und dann am Nachmittag. Kraft, Athletik, Stabilisation – und natürlich immer auch im Wasser. Dass er gleich früh genügend Kraft für die Einheiten hat, dafür sorgt sein Frühstück mit Porridge und frischem Obst.
Worin besteht der Reiz des Schwimmens? Leonard Salan sagt, man fühle sich im Wasser so befreit. Er mag es, wenn man anschlägt. Er lächelt verschmitzt: „Und dann auf die Anzeigetafel hochschaut und sieht, dass man eine super Zeit geschwommen ist.“ Getreu seinem Lebensmotto, heute besser als gestern zu sein.










