Ann Kathrin Lohse vom Ruderclub Wannsee ist Ehrenamtliche des Berliner Sports 2026
Sport lebt von Menschen, die mehr tun als nur mitmachen. Sie trainieren Kinder und Jugendliche, organisieren Wettkämpfe, pfeifen Spiele, betreuen Mannschaften, helfen beim Auf- und Abbau oder haben einfach ein offenes Ohr. Ehrenamtliche schenken dem Sport ihre Zeit, ihre Energie und ihre Leidenschaft – und schaffen damit Gemeinschaft, Begegnungen und unvergessliche Momente. Und einmal im Jahr haben einige von ihnen selbst diesen einen großen Moment: die Auszeichnung als Ehrenamtliche des Jahres!
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Landesportbund-Präsident Thomas Härtel und Dr. Frederic Roßbeck, Vorstandsvorsitzender der Feuersozietät Berlin Bandenburg Versicherung, ehrten am 22. September 2026 im Roten Rathaus die Ehrenamtlichen des Jahres im Berliner Sport. Gewonnen haben Ann Kathrin Lohse (Ruderclub am Wannsee), Anne-Marie Streichhahn (Fitness-Gymnastik-Club Altglienicke) und Ralf Preß (Versehrten-Wassersport-Gemeinschaft).
Der erste Platz und ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro geht in diesem Jahr an Ann Kathrin Lohse vom Ruderclub Wannsee e.V.. Die 28-jährige, die seit 2020 ehrenamtlich im Verein aktiv ist, übernahm in einer kritischen Phase Verantwortung. Als der Ruderclub innerhalb kürzester Zeit mehrere ehrenamtliche Trainer und den hauptamtlichen Cheftrainer verlor, sprang Ann Kathrin Lohse ein und stellte mit außergewöhnlichem persönlichem Einsatz den Trainings- und Wettkampfbetrieb sicher. Als stellvertretende Leiterin Leistungssport investierte sie unzählige Stunden, war rund um die Uhr erreichbar und trug einen großen Teil zur erfolgreichen Nachbesetzung des Cheftrainerpostens bei. Dass der Verein die Saison auch im Leistungssportbereich erfolgreich abschließen konnte, ist ebenfalls ihr Verdienst. Inzwischen ist Ann Kathrin Lohse Ressortleiterin Leistungssport im Ruderclub Wannsee e.V..
Platz zwei des Wettbewerbs und 1000 Euro sichert sich Anne-Marie Streichhan, Vorsitzende vom Fitness-Gymnastik-Club Altglienicke e.V.. Der Club-Vorstand hatte die Vereinsgründerin und langjährige Trainerin für ihr außerordentliches Engagement in Verbindung mit ihrem „Sonnenscheinenthusiasmus“ vorgeschlagen. Seit der Gründung im Jahr 1991 habe sie in etwa 1820 wöchentlichen Trainingseinheiten rund 7300 Stunden ihrer Zeit investiert, um die Vereinsmitglieder anzuspornen und fit zu halten. Zusätzlich sei sie stets um die Vereinsentwicklung bemüht, so der Vorstand. Sie leite unermüdlich Trainingsgruppen, plane und begleite Wochenendfahrten und organisiere Vereinszusammenkünfte.
Den dritten Platz und die damit verbundenen 500 Euro erhält Ralf Preß von der Versehrten-Wassersport-Gemeinschaft e.V. in Charlottenburg. Der inzwischen 91-Jährige frühere Elektro-Ingenieur ist seit 1992 Mitglied des Vereins und seit 2000 ehrenamtlich darin engagiert. Zunächst vier Jahre als erster Vorsitzender, acht Jahre als Schriftwart und mittlerweile 26 Jahre als Handwerker und Elektriker. Beeindruckend, dass er trotz seines hohen Alters erst kürzlich aufs Dach des Vereinsheims kletterte, um den Schornstein durch ein Schutzgitter vor Waschbären zu schützen.
Der geteilte vierte Platz (jeweils 250 Euro) geht in diesem Jahr an:
- Tilmann Häußler (Berolina Mitte)
- Detlef Klaar (TSV Spandau 1860 e.V.)
- Nikolas Schelling (BASS Berlin e.V.)
- Florence Schulz (BSC Eintracht/Südring 1931 e.V.)
- Steffen Schwarz (Aikido Wartenberg e. V.)
- Alexander van der Brock (Sportgemeinschaft Handicap Berlin e.V.)
- Marek Völker (Blau-Gelb Köpenick e.V.)
Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden in einer Wahl mittels öffentlicher Beteiligung und durch die Stimmen einer fachkundigen Jury ermittelt.
Berliner Sportvereine konnten im Rahmen der Wahl auch wieder engagierte Nachwuchshelferinnen und -helfer nominieren. Als „Junge Ehrenamtliche des Jahres 2026“ wurden in diesem Jahr geehrt:
- Anna Kiehn (Berliner SV 1892 e.V.)
- Maxi Scheewe (Wannseeaten 1911 e.V.)
- Tiyam Marienfeld (BC Lions Moabit 21 e.V.)
Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „60.000 Ehrenamtliche sind das Rückgrat des Sports in Berlin. Sie stärken unsere Vereine, bringen Menschen zusammen und vermitteln gerade Kindern und Jugendlichen wichtige Werte wie Fairness, Respekt und Verantwortung. Mit ihrem Engagement sorgen sie dafür, dass Berlin die Sportmetropole Deutschlands ist und bleibt. Ich danke allen Ehrenamtlichen für ihren großen Einsatz für den Berliner Sport.“
Thomas Härtel, Präsident Landessportbund Berlin: „Unsere Gesellschaft lebt von dem ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen. Ohne deren Einsatz wäre unser Miteinander, so wie wir es kennen, schätzen und lieben, ganz sicher nicht möglich. Das gilt nicht nur für den Sport, aber da ganz besonders. An jedem Wochenende tragen Sportvereine ihre Wettspiele aus, in der Woche wird trainiert und werden die Vereinsfeste und Veranstaltungen geplant. Das alles funktioniert, weil der Sport Menschen zusammenbringt. In ihrer Freizeit, zu ihrem Vergnügen. Sport macht Spaß, auch weil es Freude und Zufriedenheit bringt, sich zu engagieren, ohne darauf zu schauen, was es einem persönlich an materiellem Zuwachs bringt. Dieses Engagement zu würdigen, ist uns beim Landessportbund Berlin ein Herzensanliegen, weil Anerkennung oftmals mehr wert ist als ein Euroschein. Der Sport schafft auch dort Zusammenhalt, wo vieles andere spaltet. Dafür engagieren wir uns gemeinsam aus voller Überzeugung.“
Claudia Zinke, Vizepräsidentin des LSB Berlin für Sportentwicklung, Freizeit- und Breitensport: „Ehrenamtliches Engagement, Vereine und Sport gehören zusammen, sowohl im Breiten- und Freizeitsportbereich als auch im Leistungssport. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Partner Feuersozietät Berlin seit mehr als zehn Jahren die Ehrenamtlichen des Jahres auszeichnen können. Eine Auszeichnung haben alle verdient, die sich engagieren. Sie bringen den Sport voran. Der Preis, den wir mit der Feuersozietät Berlin nun schon seit mehr als 10 Jahren verleihen, stellt die Ehrenamtlichen im Berliner Sport ins Scheinwerferlicht. Wir wissen, dass ein solches Engagement viel Aufwand für jeden einzelnen bedeutet. Deshalb freuen wir uns sehr, dass das Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen hat, im Zuge der Bewerbung Berlins um Olympische und Paralympische Spiele das Ehrenamt fortan noch stärker zu fördern. Olympia wirkt, das Ehrenamt wirkt – für den Sport in Berlin.“
Dr. Frederic Roßbeck, Vorstandsvorsitzender der Feuersozietät Berlin Bandenburg Versicherung: „Ehrenamt im Berliner Sport ist gelebter gesellschaftlicher Zusammenhalt und der Motor für eine starke Sportkultur. Wenn Berlin eines Tages wieder Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Spiele sein sollte, wird der Erfolg nicht allein in Stadien und Wettkampfstätten sichtbar werden, sondern vor allem durch die Berliner und Berlinerinnen, die sich mit Leidenschaft und Verantwortung engagieren. Unsere Ehrenamtlichen sind schon heute Teil dieser Zukunft – und sie zeigen, dass Berlin bereit ist, sportliche Visionen gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen. Dafür gebührt ihnen unsere größte Anerkennung und unser herzlichster Dank.“
Die Feuersozietät versichert seit 2001 die mehr als 809.000 Mitglieder und etwa 2.300 Vereine des Landessportbunds Berlin gegen Unfall- und Haftpflichtschäden im Rahmen ihrer Vereinsaktivitäten. Darüber hinaus unterstützt die Feuersozietät als offizieller Premiumpartner den Landessportbund und den Olympiastützpunkt Berlin.








































