Berlin. Das Berliner Radsport-Talent Valentin Hill lebt den Traum von großen Erfolgen im Sattel – zwischen harten Trainingseinheiten und Abiturstress.
Eine Frage liegt in der Luft. Und sie bringt Valentin Hill ins Grübeln: Wie viele Fahrräder besitzt eigentlich ein Radsportler? Der 17-Jährige ist ein echtes Multitalent im Sattel und wurde zum Nachwuchssportler des Monats März gekürt.
Erst im Januar nahm Hill am Weltcupfinale im Cyclocross teil. Im Juniorenrennen (U19) startete er dort für das deutsche Nationalteam. Im tiefen Morast von Hoogerheide (Niederlande) kämpfte sich Hill auf einen respektablen 47. Platz. Inmitten eines internationalen Starterfeldes.
Valentin Hill ist Nachwuchssportler des Monats
Doch Hill begnügt sich nicht mit einer Disziplin: Neben Cyclocross, meist auf unbefestigten Wegen ausgetragen, ist er auch auf der Straße und der Bahn unterwegs.
Und dafür braucht es vor allem eines: die richtige Ausrüstung. Im Fall von Hill sind das natürlich Räder – viele Räder. „Ich habe zwei Crossräder, ein Zeitfahrrad, ein Alltagsfahrrad und ein Bahnrad“, zählt Hill lachend auf. „Ach, und irgendwo steht noch ein BMX“, fällt ihm ein. Aber das zähle nicht, fügt er hinzu – das benutze er nicht.
Anerkennung für harte Arbeit
Wie gut ihm der Bahnradsport liegt, bewies Hill Anfang Januar beim Bremer Sechstagerennen. Dort sicherte er sich in gleich zwei Disziplinen Spitzenplatzierungen: Im Ausscheidungsfahren und im Punktefahren erreichte der Berliner jeweils den zweiten Rang.
Dass seine Leistungen – und vor allem das viele Training – nun mit der Auszeichnung zum Nachwuchssportler des Monats honoriert werden, freut den Berliner Meister im Cyclocross: „Es zeigt, dass es Menschen gibt, die schätzen, was man leistet und wie viel Arbeit man ins Training steckt.“
Zwischen Abiturstress und Olympia-Träumen
Wenn Hill Zeit findet, die er nicht auf einem Rad verbringt, entspannt er gern mit Musik. Gleichzeitig bereitet sich der 17-Jährige auf sein Abitur vor, das in wenigen Wochen ansteht. Die Zukunft hat er dabei im Blick: „Vielleicht Pharmazie – darüber habe ich nachgedacht“, sagt er über Pläne für ein Studium.
Doch der große Traum bleibt Olympia. Kurzfristig richtet sich sein sportlicher Fokus aber auf die deutschen Meisterschaften im Bahnrad im Sommer. Dort möchte er weit nach vorn kommen.










