Soner Öztürk und die Lust auf große Sprünge

10. Februar 2026 | Nachwuchssportler*in

Die Musik ist gut gewählt, das Publikum klatscht begeistert mit. Ob im Kurzprogramm bei den Songs von Elvis Presley oder in der Kür zum stimmungsvollen „Don‘t Let Me Be Misunderstood“ von Santa Esmeralda. Soner Öztürk wirbelt übers Eis – und durch die Luft. Den dreifachen Salchow steht der 16-Jährige perfekt, ist ja auch sein Lieblingssprung. „Der ist vom Ablauf am entspanntesten“, sagt er und lacht. Auch die Pirouetten zirkelt er gekonnt und rasend schnell aufs Eis.

Bei den deutschen Meisterschaften gewann der Schüler mit starken technischen und künstlerischen Darbietungen mit jeweils Bestleistung in Kurzprogramm und Kür den Titel bei den Junioren (Kategorie bis 18 Jahre), dafür wurde der Berliner jetzt zum Nachwuchssportler des Monats Februar gekürt.

Soner Öztürk stand schon mit vier Jahren auf dem Eis

Bereits mit vier Jahren stand Soner Öztürk auf dem Eis. „Meine Mutter hat mich einfach mal zum Probetraining geschickt“, erinnert er sich. Auch, dass ihm das Eislaufen zu Beginn gar nicht so eine große Freude bereitet habe. Aber die sei dann doch immer mehr dazugekommen. Und heute sind es vor allem die Sprünge, die dem Athleten vom Berliner TSC am meisten Spaß machen. Doppelt und dreifach beherrscht er diese schon sehr gut, „an den vierfachen Sprüngen übe ich noch“.

An fünf bis sechs Tagen pro Woche wird trainiert. Athletik, Tanz, Ballett, dazu natürlich viele Einheiten auf dem Eis. Mehr als 20 Stunden kommen da zusammen. Damit genug Zeit für die sportliche Weiterentwicklung bleibt, hat Soner auf dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin die 9. und 10. Klasse auf drei Jahre gestreckt.

Jetzt, während in Italien die Olympischen Winterspiele laufen, werden Soners Träume noch anschaulicher als sonst. Auch er will es zum weltgrößten Sportfest schaffen. „Mein Ziel sind die Winterspiele 2030 und 2034“, sagt er bestimmt. 2030 wolle er einfach nur mitlaufen, „2034 hoffe ich dann auf meine Topform“.

Weitere News