Leonie von Bülow hat mit zwölf Jahren schon viel Erfahrung auf dem Podest. Weil sich die Eiskunstläuferin immer an ihr Motto hält.
Wer eine Karriere auf Kufen anstrebt, muss einen starken Willen haben. Daher passt das Motto, mit dem Leonie von Bülow durchs Leben geht, sehr gut. Zwar ist sie erst zwölf Jahre alt, doch als Eiskunstläuferin weiß sie schon lange, dass man nie aufgeben darf. „Es ist kein gutes Gefühl, wenn man hinfällt. Aber man muss einfach den Kopf hochnehmen und weitermachen“, sagt die Berlinerin.
Auf dem Weg nach oben gehören Stürze in diesem Sport dazu. Selbst die Besten stehen meist nicht alle Sprünge, das werden die Olympischen Spiele in Mailand im Februar zeigen. Leonie von Bülow wird die Wettkämpfe verfolgen, die dreifache Weltmeisterin Kaori Sakamoto aus Japan ist ihr Vorbild. Deutsche sind in den Einzeldisziplinen nicht dabei. Kann sie das mal ändern? „Vielleicht“, sagt sie.
Podesterfahrung besitzt sie jedenfalls schon reichlich. Unter anderem gewann die Schülerin den Tirnavia Ice Cup in der Slowakei, wofür sie zur Nachwuchssportlerin des Monats Januar gekürt wurde. Leonie von Bülow siegte aber auch schon bei Wettkämpfen in Polen und Österreich, triumphierte bei vielen Wettbewerben in Berlin. Routine ist es für sie dennoch nicht, vorn dabei zu sein: „Man weiß ja nie, was kommt.“
Angefangen hat bei Leonie von Bülow alles in der Kita. Dort wurde Eiskunstlauf angeboten, der Sport faszinierte sie schnell. „Ich fühle mich so frei. Manchmal habe ich so einen Bewegungsdrang, da hilft mir Eiskunstlauf am meisten“, erzählt die Sportlerin aus Westend, die es bei ihren Hobbys auch ruhig mag. Puzzeln ist eher was für Geduldige, für Ausdauernde. Aber diese Fähigkeiten helfen gewiss auch auf dem Eis.










